Deutsche Verkehrswissenschaftliche Gesellschaft

Straßenbild, symbolisiert Straßenverkehr
Wolkenbild, symbolisiert Luftwege
Dienstag 02. Juli 2019 15:28 Alter: 17 Tage

Pressemitteilung: DVWG-Jahresverkehrskongress 2019

Von: HGS

Kritische Nadelöhre des Verkehrs – Knoten, Engstellen, Brücken

Die Deutsche Verkehrswissenschaftliche Gesellschaft e.V. lud am 27. und 28. Juni 2019 zum Jahresverkehrskongress nach Köln ein. Über 100 Teilnehmer verfolgten unter dem Titel „Kritische Nadelöhre des Verkehrs – Knoten, Engstellen, Brücken“ spannende Fachvorträge und lebhafte Diskussionen. Der Kongress mit renommierten Referenten trug mit seinem Thema der Notwendigkeit bedarfsgerechter Verkehrsinfrastrukturen als Grundlage für Mobilität und Verkehr und dem hohen Instandhaltungsbedarf dieser Infrastrukturen Rechnung. Im Fokus standen dabei insbesondere die Folgen für das Gesamtverkehrssystem und seine Nutzerinnen und Nutzer sowie die Identifikation von Verbesserungspotenzialen und Lösungen für eine zukunftsgerechte Mobilität.

Der Jahresverkehrskongress, der durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert wurde, stand unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr.-Ing. Nils Nießen, Lehrstuhl für Schienenbahnwesen und Verkehrswirtschaft sowie Verkehrswissenschaftliches Institut der RWTH Aachen, und Prof. Dr.-Ing. habil. Markus Oeser, Lehrstuhl und Institut für Straßenwesen der RWTH Aachen.

Prof. Dr.-Ing. Karsten Lemmer vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. sah in der multimodalen Reiseplanung einen wichtigen Baustein und die Zukunft der Mobilität. Multimodal, immer mit dem jeweils sinnvollsten Verkehrsmittel, reisen wir am effizientesten, so der Tenor seiner Keynote zum Kongressauftakt. Effiziente Verkehrsknoten seien dafür der Schlüssel, einfache Haltestellen entschieden oft über das Gelingen der gesamten Reisekette. Dass die Herausforderungen an Verkehrsknoten und Engstellen auf viele Arten zu lösen sind, zeigte Prof. Lemmer aus Sicht der Verkehrsforschung und anhand verschiedenster, internationaler Beispiele.

Nach Betrachtung der Determinanten und Typen von Infrastrukturengpässen und der Ansätze für den Umgang mit diesen Engpässen sowie der Herausforderungen für den Infrastrukturausbau konnten die Kongressteilnehmer die Tagungsthematik je nach persönlichem Themenschwerpunkt in den drei parallelen Sitzungen „Straße“, „Schiene“ und „Verkehrsknoten“ vertiefen. Nach weiteren Fachvorträgen, die mit Blick auf das Verkehrsnadelöhr Stadt weltweit zukunftsweisende Initiativen sowie denkbare Formen zukünftiger multimodaler Mobilität betrachteten, bildete eine Podiumsdiskussion den Abschluss des Jahresverkehrskongresses.

Prof. Oeser zog ein positives Fazit des Kongresses. Es seien viele wichtige Themen diskutiert worden. Wie kann die Mobilität der Zukunft aussehen? Wie sieht die Stadt der Zukunft aus? Und unter welchen Bedingungen sind die Menschen bereit, sich zu verändern? Prof. Oeser richtete den Appell an alle Beteiligten, im Kontext von Digitalisierung, Mobilitäts- und Energiewende die vielfältigen Aufgaben positiv zu sehen und die Probleme mutig zu lösen.


Kräne und Hafenanlage, symbolisiert Schiffsverkehr
Bild Bahngleise, symbolisiert Schienenverkehr

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