Deutsche Verkehrswissenschaftliche Gesellschaft

Straßenbild, symbolisiert Straßenverkehr
Wolkenbild, symbolisiert Luftwege

Veranstaltungsdetails

Veranstaltungsdatum: 09.09.2010 19:00 Uhr bis 09.09.2010 21:00 Uhr
Ort: AS&P - Albert Speer & Partner GmbH, Hedderichstraße 108-110, 60596 Frankfurt am Main

JuFo-Diskurs: Generalverkehrspläne in Entwicklungsländern am Beispiel Nigeria

Kategorie: Güterverkehr, Verkehrsinfrastruktur, Verkehrslogistik, Verkehrsplanung

Beschreibung: Einer der Gründe für die schleppende wirtschaftliche Entwicklung in Entwicklungsländern ist in ihrem nur mangelhaft funktionierenden Verkehrswesen zu vermuten. Einerseits verursachen schlechte Transportwege lange Transportzeiten, erzeugen Unzuverlässigkeit bei den Lieferungen und führen zu Brüchen in den Produktionsketten, andererseits erschweren sie den Austausch von Gütern und Vorprodukten zwischen Rohstofflagern, Produktionsstätten und Verbrauchern im ganzen Land. Wenngleich private wirtschaftliche Interessen Einzelner für einige Missstände in der Infrastruktur ursächlich zugeordnet werden können, so gibt es doch augenscheinlich Defizite, die auf eine fehlende systembezogene Gesamtbetrachtung zurückzuführen sind.

Als Ausweg wird die Erstellung von Gesamtverkehrsplänen (Masterplänen) angesehen, bei denen ausgehend vom aktivierbaren nationalökonomischen Entwicklungspotenzial ein Gesamtverkehrskonzept über alle Verkehrssysteme entwickelt und Realisierungsstufen vorgegeben werden. Da in Entwicklungsländern, anders als wir es aus unserem mitteleuropäischen Kontext her kennen, zum einen die Datenlage prekär ist und zum anderen sich auch das Kernziel der Verkehrsmasterpläne unterscheidet – angebotsorientiert statt nachfrageorientiert -, sind hier die bei der Erstellung von Verkehrsentwicklungsplänen üblichen Instrumente nicht zielführend. Um trotz heikler Datenbasis nachvollziehbare Ergebnisse erzeugen zu können, wurde das aus der Sozioökonomie entlehnte Prinzip der Kommunikationsachsen auf die Verkehrsplanung angewendet.

Anhand zweier Beispiele, dem „Nigerian Transport Master Plan“ und dem „Master Plan for Road Network and Transportation in Akwa Ibom“ wird diese Vorgehensweise erläutert.

Referent: Dipl.-Ing. Michael Mangold, M.Mangold@as-p.de, Koordinator Verkehrsplanung, AS&P - Albert Speer & Partner GmbH

Organisation: Dipl.-Ing. Holger Bergmann, H.Bergmann@as-p.de, (069) 60 50 11 - 154


Kräne und Hafenanlage, symbolisiert Schiffsverkehr
Bild Bahngleise, symbolisiert Schienenverkehr

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