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Michael Schreckenberg, geboren 1956 in Düsseldorf, studierte Theoretische Physik an der Universität zu Köln, an der er 1985 in Statistischer Physik promovierte. 1994 wechselte er zur Universität Duisburg-Essen, wo er 1997 die erste deutsche Professur für Physik von Transport und Verkehr erhielt.
Seit mehr als 10 Jahren arbeitet er an Modellierung, Simulation und Optimierung von Transportsystemen in großen Netzwerken -besonders Straßenverkehr- und dem Einfluss des menschlichen Verhaltens darauf. Seine aktuellen Aktivitäten umfassen Online-Verkehrsprognosen des Autobahnnetzwerkes von Nordrhein-Westfalen, die Reaktion von Autofahrern auf Verkehrsinformationen und die Analyse von Menschenmengen in Panik.
Basierend auf dem Nagel-Schreckenberg Modell wird die Dynamik von zellularen Automaten untersucht, modelliert mit leicht modifizierten Regeln. Dies wird getan, um eine Vielfalt von bekannten Wirkungen in wirklichen Verkehrsszenarien zu modellieren. Ein Beispiel können die so genannten VDR Modelle sein. Hierbei konzentriert man sich z.B. auf das Auftreten von metastabilen Zuständen oder auf den synchronisierten Verkehr.
Durch eine einfache Reihe von Regeln sind zellulare Automaten-Verkehrsflussmodelle gut dafür geeignet, in mehrfacher Echtzeit - einer Grundvoraussetzung für eine Verkehrsvorhersage - Großstraßennetze zu simulieren. Wenn aktuelle Online-Verkehrsdaten über eine Online-Verbindung zu solch einer Simulation ergänzt werden, kann der tatsächliche Verkehrszustand des ganzen Netzes in einem Computer abgebildet werden.
Ort: Bergische Universität Wuppertal
Fachbereich D, Abt. Bauingenieurwesen
Eugen-Langen-Saal HD 35, Pauluskirchstr. 7, Wuppertal
Anfahrtsskizze unter www.fachzentrum-verkehr.de
Infos:
Miriam Wulf
Bergische Universität Wuppertal
Lehr- und Forschungsgebiet Straßenverkehrsplanung und -technik
Tel. (0202) 439 4090
eMail: mwulf@Uni-wuppertal.de

