Am 17. Februar 2026 versammelte der 4. Tag der Verkehrswissenschaften über 100 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Praxis in Berlin. Im Zentrum der Veranstaltung stand die Frage, wie Nahmobilität – also kurze Wege – zu Klimaschutz, mehr Lebensqualität und resilienten Verkehrssystemen beitragen kann.
Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Jan Ninnemann eröffneten zwei hochkarätige Vorträge Einblicke in die 15-Minuten-Stadt sowie Chancen und Grenzen von Nahmobilität im ländlichen Raum. In der Networking-Pause wurden neue Kontakte geknüpft und fachliche Diskussionen vertieft.
Kurze Impulse aus Forschung, Verbänden und kommunaler Praxis setzten gezielte Akzente, bevor in der Podiumsdiskussion unterschiedliche Perspektiven zusammengeführt und Lösungsansätze intensiv diskutiert wurden. Den Abschluss bildete ein informeller Austausch, der die Gespräche in entspannter Atmosphäre weiterführte.
Nahmobilität zeigt sich dabei als zentraler Hebel für die Verkehrswende: Kurze Wege im Alltag reduzieren nicht nur Emissionen, sondern entlasten Straßen- und ÖPNV-Systeme, stärken lokale Strukturen und erhöhen die Aufenthaltsqualität in Städten und Gemeinden. Ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad – wenn die Erreichbarkeit des täglichen Bedarfs im direkten Wohnumfeld sichergestellt ist, profitieren Klimaschutz und Lebensqualität gleichermaßen. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Umsetzung stark von der räumlichen Struktur und der Verknüpfung mit anderen Mobilitätsangeboten abhängt.
