Tag der Verkehrswissenschaft 2023: Rückblick

Am Dienstag, den 14. Februar 2023 gab die Deutsche Verkehrswissenschaftliche Gesellschaft e.V. (DVWG) im Potsdam Museum wichtige Impulse zum Thema Automatisierung, KI und Daten in Verkehr und Mobilität.

Ziel des neuen Formates der DVWG ist es, den interdisziplinären Diskurs der einzelnen Fachrichtungen innerhalb der Verkehrswissenschaft anzuregen und gleichzeitig den gesamtgesellschaftlichen Dialog an der Schnittstelle mit den über 100 Gästen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung gezielt voranzubringen. Mit den gesetzten Themen wird durch den regionalen Fokus auf das Land Brandenburg eine Vernetzung von Akteur:innen mit einem Bezug zu Verkehrsforschung und -politik zum Thema „KI, Automatisierung und Daten“ forciert sowie aufgreifbare wissenschaftliche Impulse für den Prozess der Erarbeitung einer Landesstrategie KI im Handlungsfeld „Verkehr“ erzeugt.

Lösungen für Mobilitätsfragen werden an den Wissenschaftseinrichtungen entwickelt – und sie werden vor allem nah an den Menschen und ihren Bedürfnissen entwickelt. So geht Wissenschaft ‘Made in Brandenburg‘. Dr. Manja Schüle, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur Brandenburg geht im Grußwort auf das notwendige Fundament der wissenschaftlichen Einrichtungen ein. Hierzu bot die DVWG im Vorfeld der Podiumsdiskussion für drei Schlaglichter der Verkehrswissenschaft aus Brandenburg eine Bühne. So wurden die Projekte „DataSOW 2“ der TITUS Research GmbH, „Open Data für ländliche Mobilität am Beispiel bbnavi“ der DigitalAgentur Brandenburg GmbH sowie „TWIN4ROAD“ der Hasso-Plattner-Institut für Digital Engineering gGmbH dem Publikum in Pitches vorgestellt. Guido Beermann, Minister für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg: „Gerade die Digitalisierung und neue technologische Entwicklungen bergen ein enormes Potenzial für eine zukunftsweisende, umweltgerechte Gestaltung von Mobilitätsangeboten. Dieses Potenzial gilt es zu nutzen, um die Verkehrswende voranzubringen. Wir sind hier schon mittendrin.“

In einem Panel diskutierten Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats der DVWG zu den Themen Automatisierung, KI und Daten in Mobilität und Verkehr unter Moderation von Prof. Dr.-Ing. Christian Rudolph, TH Wildau. Die Diskutant:innen: Prof. Dr. Jeanette Klemmer (FH Münster), Prof. Dr. Jan Ninnemann (HSBA), Prof. Dr.-Ing. Stefan Witte (TH OWL), PD Dr.-Ing. Martin Kagerbauer (KIT). Einig ist das Podium: KI soll insbesondere den Nutzer:innen dienen. Dabei ist es wichtig, dass diese sich immer weiterentwickelt und dadurch präzisere und zuverlässigere Verhaltensvorhersagen treffen kann, die unserer Entscheidungsethik entsprechen. Hierzu benötigt es für alle Verkehrsträger ausreichend Daten.

Das Podium setzt hierbei voraus, dass die neuen Mobilitätsträger so fortentwickelt werden, dass sie mit der bestehenden Infrastruktur vereinbar sind. Alle vier heben hervor, dass KI nicht zum Selbstzweck entwickelt, sondern genutzt wird, um Personen und Güter mobil zu machen. Mobilität ist ein Grundbedürfnis unserer Gesellschaft und kann durch Automatisierung und dem Einsatz von KI sowohl in ländlichen Regionen als auch in Ballungsgebieten Chancengleichheit schaffen.

 

Ort

Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte

Am Alten Markt 9
14467 Potsdam

Haltestelle:
Alter Markt/Landtag

potsdam-museum.de

Förderung

Gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg
mwfk.brandenburg.de