Stiftungspreis Mensch, Gesellschaft, Mobilität

Der Preis

Ziele

Der Preis „Mensch, Gesellschaft, Mobilität“ würdigt herausragende wissenschaftliche Arbeiten von Nachwuchswissenschaftler*innen, die Mobilität als soziale und gesellschaftliche Frage untersuchen. Im Fokus stehen Beiträge, die Mobilität im Zusammenhang mit Fragen nach Gerechtigkeit, Teilhabe, Fairness, Inklusion und Barrierefreiheit oder Machtverhältnissen im Mobilitätskontext untersuchen und dabei unterschiedliche Perspektiven und Lebensrealitäten intersektional berücksichtigen. Prämiert werden theoretische, empirische oder methodische Arbeiten, die wissenschaftlich fundiert sind, Mobilität menschenzentriert betrachten und neue Zugänge und Ansätze für Forschung, Planung, Politik oder Praxis eröffnen.

Anforderungen

Die Jury bewertet die eingereichten Arbeiten danach, wie überzeugend sie Mobilität als gesellschaftlich geprägtes Phänomen analysieren. Entscheidend ist nicht allein die thematische Nähe zu Verkehr oder Mobilität, sondern die wissenschaftliche Qualität der Auseinandersetzung mit sozialen Dimensionen von Mobilität. Besonders gewichtet werden Arbeiten, die ungleiche Mobilitätsmöglichkeiten, Barrieren, Teilhabechancen oder Gerechtigkeitsfragen differenziert untersuchen und dabei unterschiedliche Lebensrealitäten analytisch einbeziehen.

Preiskategorie

Ausgezeichnet werden theoretische, empirische oder methodische Beiträge, die

(1) gesellschaftliche Relevanz besitzen, d.h. gesellschaftliche Relevanz besitzen, d.h. individuelle Lebensrealitäten bzw. soziale Strukturen und Machtverhältnisse thematisieren,

(2) wissenschaftlich überzeugen,

(3) neue Perspektiven für Forschung, Planung, Politik oder Praxis eröffnen.

Eingereichte Arbeiten sollen individuelle Verhaltensweisen und Lebensrealitäten genauso wie soziale Positionierungen und gesellschaftliche Rahmenbedingungen in den Blick nehmen.

Auszeichnung

Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 750 € dotiert. Der Stiftungspreis wurde von Dr. Ines Kawgan-Kagan initiiert und gestiftet. Mit der Preisvergabe werden Arbeiten gewürdigt, die soziale Aspekte der Mobilität in den Mittelpunkt stellen und Impulse für eine gerechtere und nachhaltigere Gestaltung von Mobilität und Verkehr setzen.

Kontakt

Dr. Ines Kawgan-Kagan - Ines.Kawgan(at)uni-bayreuth.de

Verfahren

Eingereicht werden können Masterarbeiten oder wissenschaftliche Artikel im Rahmen einer kumulativen Promotion, die im Jahr 2025 oder 2026 an einer Hochschule mit Sitz in Deutschland, Österreich, oder der Schweiz erfolgreich abgeschlossen bzw. veröffentlicht wurden. Arbeiten können in deutscher oder englischer Sprache verfasst worden sein.

Als Nachweis für bestandene Masterarbeiten ist eine Bestätigung der Hochschule, ein Zeugnis, eine Bewertungsmitteilung oder ein vergleichbarer Nachweis einzureichen, aus dem Abschlussdatum und erfolgreicher Abschluss hervorgehen.

Wissenschaftliche Artikel müssen bereits erschienen sein und in Allein- oder Erstautor*innenschaft veröffentlicht worden sein. Es ist zusätzlich ein Nachweis über die Annahme als Doktorand*in beziehungsweise über die Einbindung in ein Promotionsverfahren einzureichen, etwa durch Promotionszulassung, Betreuungsvereinbarung, Immatrikulationsbescheinigung oder eine vergleichbare Bestätigung der Hochschule.

Nachwuchswissenschaftler*innen reichen ihre Arbeiten selbst ein; eine Nominierung durch Dritte ist nicht erforderlich. Für die Einreichung sind folgende Unterlagen erforderlich:

  • vollständige Masterarbeit beziehungsweise veröffentlichter Artikel
  • Abstract der eingereichten Arbeit
  • Nachweis über Abschluss der Masterarbeit beziehungsweise Veröffentlichung des Artikels im Jahr 2025 oder 2026
    • bei Masterarbeiten: Nachweis über Abschluss- oder Bewertungsdatum
    • bei Artikeln: Nachweis über Datum der Veröffentlichung
  • Zusätzlich bei wissenschaftlichen Artikeln: Nachweis über Annahme als Doktorand*in beziehungsweise Einbindung in ein Promotionsverfahren o.ä.

Es werden nur vollständige Einreichungen berücksichtigt.

Die Jury

Über die Vergabe des Preises entscheidet eine durch Dr. Ines Kawgan-Kagan berufene wissenschaftliche Fachjury in einem nicht-öffentlichen Verfahren.

Arbeit einreichen

Unsere Preisträgerin 2025

Jessica Dawid (Ludwig-Maximilians-Universität München) verfasste ihre Masterarbeit zum Thema „Changing Mobility Cultures and Cycling Citizenship: The Case of Bicycle Lessons for Refugee Women in Germany“. Darin untersucht sie am Beispiel von Fahrradkursen für geflüchtete und migrantische Frauen, wie nachhaltige Mobilität und gesellschaftliche Teilhabe zusammenwirken. Durch die Verbindung von Mobilitätskulturforschung, Praxistheorie und ethnografischer Feldforschung gelingt es ihr, neue Perspektiven auf Mobilitätsgerechtigkeit und soziale Integration aufzuzeigen. Die Arbeit leistet damit einen wertvollen Beitrag zur sozialwissenschaftlichen Mobilitätsforschung und zur Entwicklung einer inklusiven und nachhaltigen Mobilitätswende.